Veteranenabordnung Normandie 75. D-Day

Auf Einladung des deutschen Botschafters in Paris und des VDK machten sich am Montag, 03.06.19 um 2.00 Uhr sechs  Mitglieder des Veteranenvereins auf den Weg nach Frankreich. Ziel war Le Havre in der Normandie, rund 1050 km entfernt.

Nach der Anreise wurde das Viertel um das Hotel herum erkundet: Vorstand Walter Heinen machte sich nochmals auf den Weg (hin und zurück 350km) um am ersten offiziellen Termin zur Vorbereitung der Zeremonie auf dem deutschen Soldatenfriedhof in La Cambe teilzunehmen.

Tag zwei stand ganz im Zeichen der Opfer des Krieges. Zunächst informierte sich die Gruppe im Overlord Museum, so auch der Name der Operation am D-Day 1944, über Fakten zur Landung der Alliierten. Anschließend ging es auf den nahegelegenen Friedhof der Amerikaner mit Dokumentationszentrum. Am 06.06. war dort der amerik. Präsident D. Trump.

Die zweite Etappe führte die Gruppe nach La Cambe. Dort sollte eine Vorbesprechung der Beteiligten für die Feier am Mittwoch stattfinden. Insgesamt gesehen war es vertane Zeit.

Rund eine ½ Autostunde entfernt in Carentan feierten bereits Amerikaner u.a. bei „Volksfeststimmung“. Dazu trugen mit Sicherheit die historischen Panzer, Motorräder und andere Militärfahrzeuge bei. Nicht zu vergessen die „Vorführungen“ derselben.

Nach der Einnahme von Essen und Getränk ging es dann zurück ins Hotel.

Am Mittwoch ging es in Vereinskleidung zunächst nach Douvres la Delivrande zum Gottesdienst. Dank eines Navi-Problems landeten die Teilnehmer in der Pampa!

Nach Rückfragen und mittels Google-Maps konnte der Termin um 11.00 Uhr noch eingehalten werden. Offiziell vertrat der Veteranenverein Epfach das Bundeskanzleramt. Leider wurde dies wohl nicht richtig von entsprechender Stelle vermittelt. In Gesprächen vor und nach dem Gottesdienst wurde dies deutlich. Der offizielle Empfang beim dortigen Bürgermeister zusammen mit der deutschen Partnergemeinde des Ortes konnte aufgrund des nächsten Termins in La Cambe nicht wahrgenommen werden.

Die Fahrt dorthin bot aufgrund diverser Straßensperrungen – u.a. wegen einer Gedenkfeier der Kanadier – einen Vorgeschmack auf die Verkehrssituation am 06.06.

In La Cambe erlebte die Delegation mehrere weniger angenehme Überraschungen.

Nicht nur, dass eine Teilnahme mit den Soldaten verweigert wurde, auch die Vereinsfahne war nicht nach der Vorstellung der „Offiziellen“ vor Ort. Immerhin konnte Jürgen Malley dann doch mit der Fahne einmarschieren. Die Delegation selber durfte sich nicht zu den Soldaten der Amerikaner, Franzosen, Kanadier und Bundeswehr stellen, da die Vereinsmitglieder keine militärische Uniform trugen.

Die Zeremonie selber war sehr feierlich und berührend. Neben den Reden des örtlichen Bürgermeisters, des deutschen Botschafters Meyer-Landrut, des Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Wolfgang Schneiderhahn sowie eines Teilnehmers eines VDK-Bildungsprojektes war die Kranzniederlegung durch 1. Vorstand Heinen im Namen des VV Epfach ein Höhepunkt für die Delegation.

Zum Abschluss erklangen die Totensignale Last Post, Sonnerie aux Morts und „Ich hatt‘ einen Kameraden“ sowie die Nationalhymnen von Kanada, den USA, Frankreichs und der Bundesrepublik Deutschland.

Für Fähnrich Malley war der Dank der Ehrengäste per Handschlag ein besonderes Erlebnis.

Der anschließende Empfang und die Verpflegung durch Bundeswehr und VDK war versöhnlich, konnte jedoch den Umgang mit dem Veteranenverein als offiziell geladener Delegation nicht ausgleichen.

Tag 4 nutzte die Gruppe um nach Fecamp zu fahren. Dort waren Stellungen u.a. des Radars der deutschen Besatzung zu sehen. Aber auch das Städtchen selber bot Sehenswertes mit imposanten Kirchen und einer Destillerie, St. Benedictine und anderem mehr. Dann ging es noch nach Etretat, einem Ort an der Atlantikküste mit beeindruckenden Felsformationen, die für militärische Zwecke genutzt wurden.

Zum Abschluss des Tages beeindruckte die Kirche St. Joseph in Le Havre die Teilnehmer. Ganz aus Beton gebaut und mit einem Turm von 107 Metern Höhe ersetzt diese Kirche den Vorgängerbau, der am 5. September 1944 komplett zerstört wurde.

Am Freitag schließlich wurde bei Regen die Heimreise angetreten, nicht ohne einen Besuch auf einem australischen Soldatenfriedhof in der Nähe von St. Quentin. Dort liegen über 2100 Soldaten des ersten Weltkrieges begraben.

Wohlbehalten erreichte die Gruppe gegen 22.00 Uhr Epfach.

Danke und Vergelt’s Gott für die Organisation und die Fahrdienste an Jürgen Malley und Walter Heinen.

Teilnehmer der Delegation Normandie:

Haseitl Martin
Heinen Walter
Loskot Heinz
Malley Jürgen
Martin Markus
Riedle Anton
Soffer Martin (Gast)

 

 

 

 

5. Tag (Heimreise)

Sir John Monash Center